Mein Praktikum bei der FördeAkademie

5 Monate Erlebnispädagogik im Wald – Spaß, Teamwork und viele neue Erfahrungen!

Einblicke in den Arbeitsalltag bei der FördeAkademie und dem Hochseilgarten.

Ein Praktikum voller spannender neuer Erfahrungen – ob Teamtrainings, Floßbau, Bogenschießen, Team Challenges, Kletterelemente oder Strandolympiaden – kein Tag und kein Training gleicht dem anderen. All diese Programme habe ich während meines Praktikums bei der Förde Akademie und dem Hochseilgarten Altenhof kennen und lieben gelernt.

Jedes Training wird individuell passend für die Gruppe gestaltet. Von Schulklassen, Firmen und Vereinen ist so für jeden etwas dabei. Abwechslung und Spaß sind vorprogrammiert. Damit bleibt die Arbeit spannend und anspruchsvoll zugleich. Hier möchte ich dir einen kleinen Einblick in die Arbeit in der Erlebnispädagogik bei der FördeAkademie und dem Hochseilgarten Altenhof geben.

Das bin ich

Zunächst aber möchte ich mich dir kurz vorstellen. Ich bin Benita, bin 26 Jahre alt und studiere Gesundheitswissenschaften und Erziehungs- und Bildungswissenschaften. Ich habe eine Weiterbildung zur Trainerin gemacht und leite Sprachkurse für Kinder und Erwachsene. Im Rahmen des Studiums der Gesundheitswissenschaften habe ich ein Praktikum bei der Förde Akademie und dem Hochseilgarten Altenhof absolviert.

Mein erster Tag im Hochseilgarten

Mein erster Tag lag mitten in der Hochsaison – den Schleswig-Holsteiner Sommerferien – bei schönstem Wetter. Beste Voraussetzungen um direkt und intensiv in die Arbeit mit einzusteigen. Als ich morgens um 8:00 im Wald ankam, war hier noch alles ruhig und friedlich. Ich wurde herzlich willkommen geheißen und konnte direkt bei den Vorbereitungen für den Tag unterstützen: Klettergurte raustragen, Café Bar aufbauen und die Seilbahnen für die Einweisung aufbauen.

Die ersten Gäste ließen nicht lange auf sich warten und von da an hieß es die richtigen Gurte für die Gäste zu bestimmen und sie einzukleiden. Die anschließende Sicherheitseinweisung kannte ich schon grob aus den Unterlagen und Infos, die ich vor dem Praktikum erhalten habe. Somit konnte ich mir die Sicherheitseinweisung einige Male bei verschiedenen Kollegen mit anhören und am Nachmittag bereits meine erste eigene Einweisung durchführen. Es herrschte eine super Stimmung zwischen den Kollegen und ich konnte jederzeit Fragen stellen, wenn mir etwas nicht ganz klar war. Mein erster Tag war zwar anstrengend, aber gleichzeitig hatte ich eine Menge Spaß, fühlte mich gut aufgehoben und wusste bereits jetzt, dass dies für mich genau der richtige Praktikumsplatz war.

Einblicke in die Erlebnispädagogik

Die Erlebnispädagogik durfte ich im Rahmen einer 2-tägigen Einführungsveranstaltung bereits vor Beginn meines Praktikums kennenlernen. An diesen Tagen haben wir einen Einblick in die Programme der Förde Akademie erhalten und durften selber einige Team- und Kooperationsspiel kennenlernen, erleben und ausprobieren. Bei diesen Spielen geht es um Themen wie Kommunikation, Kooperation oder Vertrauen. Aber auch die eigenen und die Grenzen anderer kennenzulernen, zu respektieren oder zu überwinden.

So haben wir zum Beispiel das Tor zum Wald, die Flussüberquerung und den Heißen Draht im Team gemeistert. An dieser Stelle möchte ich dir kurz den Heißen Draht vorstellen. Beim heißen Draht werden zwischen drei Bäumen, drei Seile zu einem Dreieck gespannt. Die Seile befinden sich dabei auf unterschiedlichen Höhen; eins auf Kniehöhe, eins auf Hüfthöhe und eins auf Brusthöhe. Das Team steht innerhalb dieser drei Seile. Aufgabe ist es nun aus dem Heißen Draht auszubrechen, indem über jedes Seil gleich viele Personen das Dreieck verlassen, ohne das Seil zu berühren. Sobald eine Person das Seil berührt, muss das gesamte Team in die Ausgangsposition zurück und neu starten. Der heiße Draht ist damit bereits ein herausforderndes Spiel, das viel Vertrauen in das eigene Team erfordert.

Im Anschluss an jedes Spiel folgt eine gemeinsame Reflektion über das, was gerade im Team passiert ist. Dabei können die thematisierten Punkte je nach Gruppe sehr unterschiedlich sein. Dazu weiter unten mehr.

Meine Highlights im  Praktikum

Zwei meiner persönlichen Highlights der Einführungsveranstaltung waren die Team-Wippe und die Himmelsleiter. Auf der Team-Wippe können circa 25 Personen gleichzeitig stehen. Das Team hat die Aufgabe die Wippe ins Gleichgewicht zu bringen. Eine Person beginnt und sorgt zunächst dafür, dass die Wippe den Boden nicht mehr berührt. Erst dann kommen nach und nach alle anderen Teammitglieder auf die Wippe. Dabei muss die Wippe die gesamte Zeit im Gleichgewicht bleiben und darf den Boden nicht berühren. Sobald die Wippe den Boden berührt, müssen alle wieder runter und die Aufgabe beginnt von neuem. Die Team-Wippe gibt gute Einblicke in die Hierarchien und die Kommunikation innerhalb eines Teams. Gleichzeitig erfordert sie viel Geduld und Konzentration.

Die Himmelsleiter wiederrum fordert intensive Zusammenarbeit in Kleingruppen, Vertrauen und oft auch das Überwinden persönlicher Grenzen. Die Himmelsleiter ist eine riesengroße Strickleiter. Der Abstand der Stufen variiert zwischen 1,40m und 1,60m. Drei bis vier Teammitglieder versuchen gemeinsam die Leiter zu erklimmen und werden dabei von ihrem restlichen Team gesichert. Für mich war die Himmelsleiter zu erklimmen sehr viel Spaß, auf jeden Fall aber auch anstrengend. Oben angekommen wird man dafür mit einer tollen Aussicht belohnt.

Diese ersten Einblicke in die Erlebnispädagogik waren eine große Hilfe für meine ersten eigene Teamtrainings. So konnte ich vom ersten Teamtraining an bereits einige Aufgaben übernehmen und nach kurzer Zeit auch eigenständig Trainings anleiten.

Mein erstes Teamtraining

Mein erstes Teamtraining fand am Ende meiner ersten Woche statt. Bis dahin hatte ich neben der Arbeit im Hochseilgarten bereits den Floßbau, das Programm Jump & Run und ein Escape Game kennengelernt.

Mein erstes Teamtraining fand mit einer 23-köpfigen Fußballmannschaft statt. Vor dem Training haben meine Kollegin und ich uns über die geplanten Inhalte unterhalten. Ich wusste daher genau, was auf mich zukommt und konnte von Anfang an Parts übernehmen, die ich bereits kannte und mich sicher fühlte anzuleiten. Dieses erste Training war für mich bereits voller spannender Highlights. Von einem dieser Highlights – der Escaladierwand – berichte ich dir weiter unten.

Das Training ging insgesamt 6 Stunden; die erste Hälfte der Zeit war für Teambuilding reserviert und in der zweiten Hälfte ging es ins freie Klettern. Nach der Begrüßung und der Erarbeitung unsere Prinzipien durfte ich das Tor zum Wald anleiten. Dabei durchquert das Team ein Springseil, ohne dass dies berührt werden darf. Wie auch beim Heißen Draht startet das Spiel bei Berührung des Seils von neuem. An dieser Stelle möchte ich aber auf einen anderen Teil der erlebnispädagogischen Arbeit näher eingehen: Die Reflektion.

Ein zentraler Teil der erlebnispädagogischen Arbeit ist die Reflektion. Diese findet wie oben beschrieben jeweils im Anschluss an die einzelnen Spiele statt. Bei der Reflektion geht es darum zu reflektieren, was die Gruppe für sich als Team bei der Aktion beobachten konnte. Die Gruppe erarbeitet was im Team bereits gut funktioniert, aber auch wo es noch Verbesserungspotential und wie sich die Gruppe eine Verbesserung bzw. Veränderung vorstellt. Diese Aspekte können dann für die nächsten Spiele in den Fokus rücken. Abschließend überträgt das Team die Erkenntnisse des Teamtrainings auf den Alltag und überlegt, wie sie diese auch dort umsetzen können.

Für mich war dieses erste Training ein total toller Einstieg in die Erlebnispädagogik. Daran sollten sich noch viele schöne Momente anschließen. Ein paar davon möchte ich im Folgenden mit dir teilen.

 

Meine Highlights der letzten Monate

Bei der Überlegung welche Highlights ich dir gerne vorstellen möchte, sind mir bereits so viele schöne Momente eingefallen, dass es mir sehr schwerfiel mich auf ein Erlebnis zu beschränken. An dieser Stelle stelle ich dir daher meine erste Floßbauaktion mit 5. Klässlern vor.

Meine erste Floßbauaktion mit 5. Klässlern fand mit 30 Schülern statt. Jeweils sechs zufällig zu einer Gruppe zusortierten Schüler haben gemeinsam ein Floß gebaut. Zum Bau standen den Schülern je 5 Fässer, einige kurze und lange Bretter sowie 4 Kanthölzer und eine Kiste Seile zur Verfügung. Das spannende bei einem Floßbau mit 5. Klässlern ist die Vielfalt an Ideen und Vorschlägen, wie das Floß aussehen soll. Nach einer kurzen und etwas chaotischen Planungsphase ging es also direkt ans Werk. Hier und da wurde Unterstützung beim Festziehen der Seile benötigt. Bei strahlendem Sonnenschein haben die Schüler 2 Stunden an

Ihren Flößen gebaut, ehe sie bereit waren mit Schwimmwesten ausgestattet die Seetauglichkeit ihrer Flöße zu testen. Schnell war klar, dass einige Flöße recht stabil waren, während andere bereits beim ersten Kontakt mit dem Wasser nachgeknotet werden mussten. Nichtsdestotrotz konnten schließlich alle Flöße aufs Wasser und sichtlich stolz auf ihr Bauwerk eine Runde paddeln, ehe die Flöße zum Abschluss wieder auseinandergebaut wurden.

Die Arbeit im Team

Teamarbeit wird in der Förde Akademie und im Hochseilgarten großgeschrieben. Tagtäglich erlebe ich immer wieder ein tolles Team mit dem es sehr viel Spaß macht zusammenzuarbeiten.

Ein Arbeitsumfeld indem alle per „du“ herzlich miteinander umgehen und man sich mit Fragen jederzeit an alle wenden kann, sorgt neben viel Spaß auch für gute Laune. Was ich zudem sehr schätze ist die Absprache vor jedem Training mit den anderen Trainern, was wir machen wollen, wer welche Parts übernimmt und die Abstimmung, wie wir insgesamt miteinander arbeiten wollen. Das macht es für mich zu einem Arbeitsplatz, auf den ich mich jeden Tag aufs Neue freue.

 

Arbeiten bei Wind und Wetter

Abschließend soll auch das Wetter nicht unerwähnt bleiben. Denn das ist in der erlebnispädagogischen Arbeit nicht zu vernachlässigen. Von Sonnenschein bis strömenden Regen ist selbstverständlich alles mit dabei. Wie ein bekanntes Sprichwort sagt

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“

Getreu diesem Sprichwort sind wir bei jedem Wetter für unsere Kunden da und finden auch an regnerischen Tagen ein Programm, das für gute Laune sorgt. Der Wald ist bei jedem Wetter ein wunderbarer Ort – egal, ob der Regen auf die Blätter prasselt und man unten im Trocknen steht oder die Sonne abends durch die Bäume scheint und eine zauberhafte Atmosphäre herbeizaubert.

 

All diese Menschen, Momente und Erfahrungen haben mein Praktikum bei der Förde Akademie und dem Hochseilgarten zu einer wunderschönen Zeit gemacht, in der ich sehr viel lernen und persönlich wachsen durfte.

 

Benita Berger

 

In diesem Artikel wurde zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulin verwendet. Alle Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter.

 

 

 

 

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